Blog

Demokratie und Vielfalt in der Kultur – eine kulturpolitische Debatte

venerdì, 10. settembre 2021

Da Anisha Imhasly

 

Gruppenbild im Anschluss an die kulturpolitische Debatte, Gessnerallee Zürich, Juni 2021

An einem Samstagnachmittag anfangs Juni fanden sich rund fünfzig Menschen in der Gessnerallee Zürich ein, um auf Einladung von INES unter dem Titel „Demokratie und Vielfalt in der Kultur – eine kulturpolitische Debatte“ zu erfahren, wie es um diese Vielfalt in der Kultur bestellt ist. Dies vor dem Hintergrund eines zentralen Anliegens seitens INES: Nämlich, dass sich die demografische Realität der Schweiz in seinen Institutionen – etwa in Politik und Verwaltung, Recht, Medien, Bildung und Kultur – viel stärker abbilden muss. Was hier folgt, ist eine subjektive Einordnung der Diskussionen bzw. einige weiterführende Gedanken zum Thema.

Im ersten Teil der Veranstaltung waren sechs Gäste eingeladen, um aus ihren jeweiligen Wirkungsbereichen kurz zu berichten, was sich in den letzten drei Jahren in Sachen Diversität und Teilhabe in der Kultur und Kulturpolitik getan hat. Wir erhielten Einblicke von Hayat Erdogan, Co-Direktorin des Neumarkttheaters; Franziska Burkhardt, Leiterin der Kulturförderung der Stadt Bern; Sam Mosimann, Co-Leiter des partizipativen Kulturfestivals about us!; Anina Jendreyko, künstlerische Leiterin der Volksbühne Basel; Christoph Meneghetti, Projektleiter Kultur bei der Christoph Merian Stiftung; und schliesslich Lisa Pedicino, die bei Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia den strategischen Fokus „Interkulturelle Gesellschaft“ seit dessen Einführung betreut. Im Anschluss bot sich im Nordflügel der Gessnerallee die Gelegenheit, sich bei den sechs Redner*innen näher zu informieren und Fragen zu stellen.

Wäre an diesem Samstagnachmittag ein*e Alien in Zürich gelandet und zufällig in diese Veranstaltung hereingezoomt, so wäre sein erster Eindruck womöglich: Das Thema Diversität, 'interkulturelle Öffnung' und Teilhabe bei Kulturinstitutionen in der Schweiz läuft ja auf Hochtouren – da wird viel getan! Auf den ersten Blick wirkt es in der Tat so, zumal INES als Veranstalterin etliche Akteur*innen geladen hat, die sich mit der Thematik eingehender befassen. Wäre diese*r Alien vor fünf Jahren gekommen, so hätte es diese Veranstaltung wohl noch nicht einmal gegeben, das Thema wäre bestenfalls hier und dort informell diskutiert worden. Vor zehn, fünfzehn, zwanzig Jahren? Damals befand sich die kulturelle Schweiz noch im Dornröschenschlaf.

_Video: Jonas Balmer, Poetry Slamer mit seinem Rückblick zur kulturpolitischen Debatte (2021)

Ist sie denn nun auch erwacht?

Der implizite Konsens in der Kulturpolitik beruhte hierzulande weitgehend auf dem Ansatz der Exzellenzförderung in der Kunst. Dieser fusst auf der Annahme, dass die beste Qualität und die interessantesten Arbeiten sich schon durchsetzen werden und somit auch gefördert, zur Aufführung gebracht, in Ausstellungen gezeigt würden. Man betraute die Leitung von Institutionen vorwiegend nach dem Intendant*innenprinzip, wonach die künstlerische Vision einer einzelnen Person massgeblich den Kurs festlegt. In Jurys und Kommissionen von Fördergremien weilte man unter sich, man kannte sich und man wusste, was gute Kunst ist, und was nicht. Dies ist auch heute noch weitgehend der Fall.

Dieses Primat der Exzellenzförderung – also, „die Besten zu fördern und die Besten zu uns zu holen“ – wird allerdings heute durch die längst überfälligen Forderungen rund um Teilhabegerechtigkeit und Diversität wesentlich in Frage gestellt. Es sind Fragen wie: Wer spricht? Zu wem? Über wen? Wessen Geschichten werden erzählt und was haben diese Geschichten mit uns zu tun? Wer sind überhaupt „wir“ – wer sind die „Anderen“? Wer definiert, was Qualität ist? Und wer verfügt (nach Bourdieu) über das nötige soziale und kulturelle Kapital, um überhaupt Zugang zu erhalten zu dieser Welt der Kultur, die so stark geprägt ist von Codes und Distinktionsmerkmalen? Kann ich voraussetzen, dass alle wissen, was mit „Dornröschenschlaf“ gemeint ist - haben wir als Kinder alle dieselben Märchen gehört?

Es ist wie in jeder Kultur, egal wie man sie letztlich definiert: sind wir darin sozialisiert worden, so bleibt sie uns selbst weitgehend unsichtbar, denn wir begreifen sie implizit, kennen ihre Codes, sprechen ihre Sprache und bewegen uns darin mehr oder weniger sicher. Sind wir darin jedoch nicht sozialisiert, etwa aufgrund von Herkunft und/oder Schichtzugehörigkeit und/oder Handicap/Disability, erfahren wir oftmals Ausschlüsse und Barrieren. Gerade die Kunst – Raum der transformativen Möglichkeiten und des radikalen Experiments – wirkt da bisweilen wie eine Festung. Hier die Insider, dort die Outsider, und da die Gatekeeperin dazwischen: Die sagenumwobene Qualität.

So gesehen ist die Kultur (das Kulturschaffen, die Kulturförderung) hierzulande nun gefordert

Sie muss ihre eigene (betriebliche, organisationale, diskursive) Kultur reflektieren und sich selbst gegenüber sichtbar machen. Sie ist gefordert, ihre eigene implizite Praxis explizit auf Voreingenommenheiten und Scheuklappen hin zu untersuchen. Der Wunsch nach mehr Diversität und Inklusion kann unterschiedlich interpretiert und umgesetzt werden. Wird er additiv verstanden, so holt sich der Kulturbetrieb bzw. die Förderstelle mehr Vielfalt ins Programm, in die Jurys, in die Förderentscheide. Es geht dann bestenfalls um eine Erweiterung des Bestehenden. Damit ist sicherlich ein wichtiger Anfang getan. Ob er aber genügt?

Wird der Wunsch nach Diversität transformativ verstanden – und für diesen Ansatz plädiere ich als Schreibende – so treffen die oben formulierten Fragestellungen (wer spricht? Zu wem? Welche und wessen Geschichten? Wer definiert, was Qualität ist? usw.) ins Herz der eigenen Praxis und fordern den gängigen Kunst- oder Kulturbegriff an sich heraus. Einige Ansätze davon sind bereits in gewissen Fördermodellen auszumachen: etwa die Förderung von kollektiven und sogenannt ko-kreativen künstlerischen Prozessen (z.B. bei m2act von Migros Kulturprozent), oder die Bereitschaft einiger Förder*innen, klassische Förderkategorien wie Musik, bildende Kunst, Theater/Tanz, Literatur aufzulösen oder zumindest probeweise in Frage zu stellen. Es gibt auch vereinzelte Kulturbetriebe und Festivals, die eine partizipative, transparente Praxis nicht nur in ihren künstlerischen Outputs sondern auch in ihrer betrieblichen Struktur anstreben (z.B. das Theaterfestival auawirleben, oder aber in Co-Leitungen von Theaterhäusern).

_Video: Kulturpolitischen Debatte (v.l.n.r), mit Yeboaa Ofosu (Leiterin Förderbeiträge Kultur Migros Kulturprozent), Lisa Letansky (Gessnerallee), Nicolle Bussien (Künstlerin), Katharina Morawek (INES), Philippe Bischof (Pro Helvetia). Moderation: Inés Mateos (INES)

Wie die Kuratorin und Organizerin Katharina Morawek im zweiten Teil der Veranstaltung in der Gessnerallee aufzeigte, kann Diversität und Teilhabe im Kulturbetrieb nur dann zur Selbstverständlichkeit werden, wenn gewisse Bedingungen berücksichtigt werden: Erstens, so Morawek, bedarf es einer Bereitschaft zum offenen Gespräch – einer Verständigung über Terminologie und gemeinsame Sprache; und einer Klärung von Zielen und wie man gemeinsam dorthin gelangen soll. Dies im Wissen darum, dass solche Prozesse Konflikte auslösen können – und es zwangsläufig auch tun müssen. Zweitens bedeutet es, die eigene Position bzw. die eigene kulturelle Praxis (und das dazugehörende Referenzsystem) zu „de-zentrieren“. Zugespitzt könnte man sogar sagen: den Kanon zu „ent-kanonisieren“. Dies geht einher mit dem Abgeben der eigenen Macht und (Spreche*innen-)Position, hin zu einem Verständnis von Kultur als einer Akteurin unter vielen in einem weiten gesellschaftlichen Feld. Drittens bedarf es einer strategischen Langfristigkeit: Solche Prozesse brauchen einen langen Atem und sind wahrhaftig kein Sprint.

Für viele Förder*innen und Kulturschaffende war dies sicherlich ein ernüchterndes Fazit an diesem Tag: Es gibt keine fertigen Rezepte oder eine To-Do-List, mit der man die eigene Institution in Bewegung bringt. Vielmehr bedarf es einer vertieften – man könnte sogar sagen: ganzheitlichen – Auseinandersetzung mit der eigenen institutionellen Praxis, ihren Strukturen, ihrem Auftrag und ihren geltenden Werten. Es ist deshalb wesentlich, aus einer oberflächlichen (und oftmals aktionistischen) „Projekt-“ und „Sonderprogramms“-Logik herauszukommen und in langfristige, strukturelle Prozesse zu investieren – solche, die den Kulturbetrieb von innen heraus beleben und radikal erneuern.

Anisha Imhasly arbeitet freiberuflich als Coach in Einzelberatungen und betreut Mandate im Bereich Diversität und transkulturelle Öffnung. Sie ist Mitherausgeberin der Publikation INES – Handbuch Neue Schweiz, die im Herbst 2021 beim Diaphanes-Verlag erscheint.

Austausch der Gäste über Kulturpolitik, Gessnerallee Zürich, Juni 2021
Slam Poetry von Jonas Balmer, Gessnerallee Zürich, Juni 2021

 

 

 

Arbeitspapier Baustelle Demokratie

lunedì, 16. gennaio 2023

Da Institut Neue Schweiz

 

Eine Runde der Schweizer Think-Tanks und Foresight Organisationen ist 2022 zusammengekommen, um über die Herausforderungen für die Demokratie zu diskturieren. Das Treffen fand auf Einladung der Stiftung Mercator Schweiz und der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft statt. Ziel war es, offensichtliche wie verborgene Entwicklungen zusammenzutragen sowie konkrete Massnahmen zur Stärkung und Entwicklung der Demokratie der Schweiz zu identifizieren.

#NuovaSvizzera

Glossario
Glossario #Nuova Svizzera

 

Il glossario #NuovaSvizzera è una raccolta di concetti che ci aiutano a capire meglio alcuni eventi sociali intorno alla migrazione, alla diversità e al razzismo in Svizzera - fondati, critici e a più voci. Questi non sono concetti statici, ma idee che sono in costante movimento. La collezione inizia con le due voci #NuovaSvizzera e #DeepDiversity. Nei mesi seguenti, ne verranno aggiunti altri in modo continuativo.

ÖFFENTLICHER APPELL: SOLIDARITÄT MIT DER REVOLUTION IM IRAN

venerdì, 4. novembre 2022

Da Institut Neue Schweiz INES

 

INES solidarisiert sich mit der Revolution im Iran und unterstützt die iranischstämmigen Protestierenden in der Schweiz. Wir verurteilen jede Form totalitärer Interpretation von Weltanschauung und Religion für Verletzungen von Menschenrechten. Eine Demokratie lebt davon, dass durch sie Selbstbestimmung, Freiheit und Gleichheit in der Vielfalt gestärkt werden.

Diversity Unpacked – Kommentar zu einem schillernden Begriff

mercoledì, 14. settembre 2022

Da Asmaa Dehbi, Vorstandsmitglied INES

 

Zum vierten Mal wurden in Bern verschiedene Akteur:innen und Projekte im Bereich Diversität und Inklusion ausgezeichnet. (Bild: Sandra Blaser)

Diversity ist das Wort der Stunde und scheint Garant für eine gerechte und plurale Gesellschaft zu sein. Mit dem Erhalt des Swiss Diversity Awards in der Kategorie «Religion» nimmt die Preisträgerin und INES-Vorstandsmitglied Asmaa Dehbi eine kurze Einordnung des Diversitätsbegriffs vor.

Vor Gericht die Schweizer Migrationspolitik ändern? Eine Debatte über Möglichkeiten und Grenzen des Rechtswegs zur Erreichung politischer Fortschritte

giovedì, 19. maggio 2022

Da Fanny de Weck & Tarek Naguib

 

Fanny de Weck und Tarek Naguib diskutieren über die Möglichkeiten und Grenzen des Rechts im Kampf um ein Ausländer-, Asyl- und Bürgerrecht frei von Willkür und dafür mehr Gerechtigkeit. Dabei sind sie sich nicht immer einig, was mit einem Rechtsstreit vor Gericht erreicht werden kann und was nicht: wo seine Potenziale und wo seine Grenzen liegen? Letztlich geht es ihnen aber beiden darum, dass die Grund- und Menschenrechte von Menschen mit Migrationsgeschichte und Rassismuserfahrung auch umgesetzt werden - und dafür muss gekämpft werden.

#DeepDiversity

Einblick in die Vernissagen zum HANDBUCH NEUE SCHWEIZ - mit Ausblick ins kommende Jahr

giovedì, 23. dicembre 2021

Da Institut Neue Schweiz

 

In diesem letzten Blog-Beitrag im 2021 geben wir einen Einblick in die vier Vernissagen zum jüngst erschienenen HANDBUCH NEUE SCHWEIZ. Uns war es wichtig, Themen aufzugreifen, die das Institut Neue Schweiz INES auch im kommenden Jahr beschäftigen werden: ein neues Bürgerrecht, eine vielstimmige Bürger:innenschaft, diskriminierungsfreie Teilhabe und eine Schweiz, die für ihr globales Handeln Verantwortung übernimmt.

Demokratie und Vielfalt in der Kultur – eine kulturpolitische Debatte

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Da Anisha Imhasly

 

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In der Schweiz Zuhause – ausgeschafft in ein fremdes Land

domenica, 30. maggio 2021

Da Institut Neue Schweiz und Demokratische Juristinnen und Juristen Zürich

 

Babak Fargahi, Rechtsanwalt

In der Schweiz können seit je her Menschen, die hier geboren und aufgewachsen sind, ausgeschafft werden. Nur weil sie den Schweizer Pass nicht besitzen. Mit Annahme der Ausschaffungsinitiative und Verschärfungen im Bürgerrecht hat sich die Situation noch mehr verschlechtert. Rechtsanwalt Babak Fargahi, Filmhistorikerin Marcy Goldberg, Buket Bicer-Zimmermann, Schwester eines in die Türkei ausgeschafften Secondo, und Ständerat Paul Rechsteiner haben am 24. Mai 2021 im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kosmopolitics über diese Missstände gesprochen. Hier kann das Video angesehen werden.

LETTERA APERTA AL CONSIGLIO FEDERALE DELLA SVIZZERA: LE DIFFICOLTÀ ECONOMICHE IN TEMPO DI CRISI A CAUSA DEL CORONAVIRUS NON DEVONO METTERE A REPENTAGLIO IL PERMESSO DI RESIDENZA E LA NATURALIZZAZIONE - ANCHE IN QUESTO CASO SIAMO SOLIDALI!

venerdì, 1. maggio 2020

Da INES Istituto Nuova Svizzera

 

La pandemia del coronavirus non è solo una crisi sanitaria, ma anche sociale ed economica. Molte persone sono minacciate dalla disoccupazione, dipenderanno dall'aiuto sociale e dovranno indebitarsi, anche in Svizzera. Ciò ha enormi conseguenze finanziarie e sociali, ma anche - cosa che molti non sanno - legali. Il criterio dell'"integrazione economica" svolge un ruolo decisivo nelle decisioni relative al permesso di residenza e alla naturalizzazione. La pandemia del coronavirus è quindi una minaccia esistenziale per molte persone. Ciò riguarda potenzialmente un quarto della popolazione residente che non ha la cittadinanza svizzera, ma che sostiene e contribuisce a costruire il paese quotidianamente.

Tradition und Identität im Kontext postkolonialer Verstrickungen

venerdì, 6. marzo 2020

Da Halua Pinto de Magalhães

 

"Protestdemo" von FasnächtlerInnen - August 2018 (Quelle: Tageswoche, Hans-Jörg Walter)

Aufgrund des Corona-Virus wurde dieses Jahr unter anderem die Basler Fasnacht abgesagt. Die Kritik der antirassistischen Bewegung an der Fasnacht bleibt. Es stellt sich insbesondere immer noch die Frage, weshalb diese sogenannten Traditionen sowohl bei ihren Kritikern, als auch bei eingeschworenen FasnächtlerInnen so viele Emotionen auslösen. Halua Pinto de Magalhães sucht auf dem INES Blog „Stimmen der Neuen Schweiz“ nach antworten.

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Da Institut Neue Schweiz

 

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LETTERA APERTA AL CONSIGLIO FEDERALE DELLA SVIZZERA: LE DIFFICOLTÀ ECONOMICHE IN TEMPO DI CRISI A CAUSA DEL CORONAVIRUS NON DEVONO METTERE A REPENTAGLIO IL PERMESSO DI RESIDENZA E LA NATURALIZZAZIONE - ANCHE IN QUESTO CASO SIAMO SOLIDALI!

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La pandemia del coronavirus non è solo una crisi sanitaria, ma anche sociale ed economica. Molte persone sono minacciate dalla disoccupazione, dipenderanno dall'aiuto sociale e dovranno indebitarsi, anche in Svizzera. Ciò ha enormi conseguenze finanziarie e sociali, ma anche - cosa che molti non sanno - legali. Il criterio dell'"integrazione economica" svolge un ruolo decisivo nelle decisioni relative al permesso di residenza e alla naturalizzazione. La pandemia del coronavirus è quindi una minaccia esistenziale per molte persone. Ciò riguarda potenzialmente un quarto della popolazione residente che non ha la cittadinanza svizzera, ma che sostiene e contribuisce a costruire il paese quotidianamente.

Glossario
Glossario #Nuova Svizzera

 

Il glossario #NuovaSvizzera è una raccolta di concetti che ci aiutano a capire meglio alcuni eventi sociali intorno alla migrazione, alla diversità e al razzismo in Svizzera - fondati, critici e a più voci. Questi non sono concetti statici, ma idee che sono in costante movimento. La collezione inizia con le due voci #NuovaSvizzera e #DeepDiversity. Nei mesi seguenti, ne verranno aggiunti altri in modo continuativo.

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#DeepDiversity

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Da Institut Neue Schweiz

 

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venerdì, 6. marzo 2020

Da Halua Pinto de Magalhães

 

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INES