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Per arrivare, bisogna partire

Montag, 4. November 2019

Von Paola De Martin

 

Paola De Martin und ihr Vater, Rodolfo De Martin, Insel Elba, 1973. // Fotographie: Privatarchiv der Autorin. © Paola De Martin.

Im Herbst 2018 veröffentlichte Paola De Martin über diesen Blog einen Brief an Bundesrätin Simonetta Sommaruga. In diesem Brief forderte sie Anerkennung der Illegalisierung italienischer Saisonnierkinder. Auf diesen Brief hat Bundesrätin Sommaruga kurz darauf geantwortet. Paola De Martin teilt in diesem Blogbeitrag diesen Brief und ihre Gedanken und Haltungen zu ihm.

Link zu Paola De Martins offenem Brief vom September 2018
Link zu Simonetta Sommarugas Antwort vom Oktober 2018

Paola De Martin, Zürich 04.11.2019

Im Herbst 2018 schickte ich Bundesrätin Simonetta Sommaruga, damals noch Vorsteherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements einen offenen Brief, der als Blog auf der INES-Website publiziert wurde. Im Blog stellte ich dar, weshalb ich meine Illegalisierung als ehemaliges Saisonnierkind von italienischen Migranten nicht als meine private Angelegenheit betrachte und stellte Forderungen nach Anerkennung: an die Öffentlichkeit, die Wissenschaft und die Politik. Es war für mich, fünfzig Jahre nachdem ich illegalisiert wurde, ein riesiger emanzipatorischer Schritt, aus der Verschwiegenheit, aus der Schuld für das eigene Leid und der damit einhergehenden Beschämung herauszutreten. Ganz bewusst hatte ich mit keiner Antwort auf meinen Blog aus dem EJPD gerechnet, um mich gegen die Enttäuschung zu wappnen, falls eine Reaktion ausbleiben würde. Und als tatsächlich der Brief von Bundesrätin Sommaruga Mitte Oktober 2018 eintraf, merkte ich beim Lesen, dass ich mir im Grunde doch mehr Entgegenkommen erhofft hatte. Die Einladung zu einem Roundtable mit Betroffenen etwa oder ein Gespräch über Best Practices beim Umsetzen der im Blog formulierten Forderungen. Ich hatte gehofft, zu lernen aus ihren Erfahrungen mit der Wiedergutmachungspolitik gegenüber ehemaligen Verdingkindern – oder vielleicht auch nur die einfache Frage: Kann ich aus meiner privilegierten Stellung heraus etwas für euch tun?

Klar, es ist nicht nichts, eine Antwort von Bundesrätin Sommaruga in den Händen zu halten. Aber ihr Schreiben wendet sich an mich, also ob meine Illegalisierung mein Einzelschicksal sei, dabei sind laut vorsichtigen Schätzungen rund 15'000 Kinder betroffen, und wenn man die Zahl der betroffenen Eltern und Geschwister, der Pflegefamilien mitbedenkt, so merkt man schnell: dieses Trauma hat ein ungeheures Ausmass. Mein Argument ist, dass dieses Ausmass uns alle zu «Betroffenen» macht. Und dass die Opfer nicht reden, solange sie den Schutz einer offiziellen Entschuldigung nicht erhalten. Ich hatte ja nicht umsonst die öffentliche Intervention auf der Website von INES gewählt. Im Brief der Bundesrätin ist Feingefühl spürbar, ist es Mitgefühl? Manifestiert sich hier nicht eher ein rituelles Mitleid, das sich umgehend wieder abgrenzt und die Verantwortung zurück gibt an diejenigen, die «ein Problem» haben, an die armen «Anderen»? Hat Frau Bundesrätin Sommaruga nicht anerkennen wollen, oder nicht können, dass die Art und Weise, wie über dieses Problem hinweggesehen wird, der ganzen Schweiz ein Armutszeugnis ausstellt? Nun gut, die Exekutive ist formell nicht die richtige Adressatin für die Forderungen des Blogs und das Parlament somit die nächste politische Station. Frau Sommarugas Schreiben ist eine wichtige Referenz in der Sache. Deshalb wird hier die Antwort der Bundesrätin auch publik gemacht.

Der Blog war ein wichtiger Aufbruch für mich und hat einiges in Bewegung gebracht, was zur Formierung eines «Wir» führte, und das auf ganz unterschiedlichen Ebenen: Das erste Echo in den sozialen Medien stimmte mich zuversichtlich. Ich hatte mich bis dahin vor allem ausserhalb der virtuellen Welt bewegt und war überrascht von der solidarischen Kraft die sich hier zeigte. Dann hatte ich zum ersten Mal im Leben mit meinen Cousinen in Italien offen über das Geschehene reden können. Für sie war es ein produktiver Schock, zu erfahren, dass es nicht einfach ökonomische Gründe gewesen waren, weshalb ich die ersten Lebensjahre bei meinem Onkel und meiner Tante in Italien gelebt hatte. Viele aus unserer Sicht merkwürdige Verhaltensweisen unserer Eltern ergaben nun für uns alle einen gemeinsamen Sinn – wie wohltuend das war. Ähnliche Effekte erlebte ich in meinem Freundeskreis in der Schweiz. Nach meinem Blog gab es eine Transformation, die so langsam angebahnt und so gewaltig im Endeffekt war wie die Verschiebung von tektonischen Platten, die ein Erdbeben auslösen. Meine – und allgemein die italo-schweizerische – Lebensfreude konnte danach als eine Form des alltäglichen, emotionalen Widerstands verstanden werden, alles andere als etwas Oberflächliches also. Und meine/unsere Melancholie als eine Form der lebendigen Verschlüsselung des Leids, auf der Schwelle zwischen Lebensfreude und Depression. Und meine/unsere extreme Traurigkeit schliesslich, so wie andere extreme emotionale Verrenkungen, konnten als Formen der körperlichen Ablagerung und Speicherung dessen verstanden werden, was klar und wahr ist, aber – und das ist die eigentliche Verrenkung – von anderen nicht klar erkannt und als wahr anerkannt wird. Was dieser Perspektivenwechsel mit uns machte. Mehr Aufrichtigkeit, mehr objektive Nähe und Distanz stellten sich ein. Wissen, mit wem man es zu tun hat und worin man gemeinsam verstrickt ist.

Mit Vincenzo Todisco, der Das Eidechsenkind geschrieben hat, gab es dann ein erstes längeres Treffen. Das schöne lange Gespräch mit ihm hat mich in meiner Wahrnehmung bestärkt, dass dieses Problem unser aller Problem ist. Nach seinen Lesungen melden sich oft ältere Schweizer und Schweizerinnen, die sich betroffen und mit Schuldgefühlen belastet, an verbotene Kinder der Saisonniers erinnern und dies bezeugen wollen. Ich traf auch die Autorin Ivna Žic, ihre Eltern sind aus Kroatien, bzw. aus dem ehemaligen Jugoslawien, in die Schweiz eingewandert. Ivna schreibt im Auftrag des Theater St. Gallen ein Stück mit dem Titel Die Gastfremden über Alter und Migration in der Schweiz, wir konnten gar nicht mehr aufhören miteinander zu reden, und haben auch nicht aufgehört. Neue Freundschaften, neue Seilschaften. Es gibt Mitstreiter und Mitstreiterinnen, die für das kommende Jahr eine Intervention planen, zu der das Anti-Jubiläum der Schwarzenbach-Initiative gegen die «Überfremdung» der Schweiz Anlass gibt, die am 7. Juni 1970 zur Abstimmung kam. „Schwarzenbach 2020: seit 50 Jahren daneben!“, so könnte das Motto lauten. Benyamin Khan, Geschichtsstudent an der Uni Bern, hat mich ebenfalls kontaktiert. Er hat kürzlich seine Masterarbeit abgegeben, die den Umgang der Behörden mit versteckten Kindern von Arbeitsmigrantinnen und -migranten in der Schweiz in den 1950er-1970er Jahren zum Thema hat. Die Arbeit hat mich in ihrer gedanklichen Klarheit und menschlichen Haltung sehr beeindruckt und es hat mich gefreut, dass er den Blog als Stütze für sein Argument genommen hat. So ist auch der Kontakt zur Sozialhistorikerin Prof. Dr. Kristina Schulz entstanden, die Benyamins Arbeit als explorative Vorstudie für einen Antrag zu einem grösseren Forschungsprojekt beim Schweizerischen Nationalfond angenommen hat; der Antrag Social-history of people who migrate: The "children of the wardrope" (1946-2002) wurde vom SNF in vollem Umfang gutgeheissen. Das Institut für Erziehungswissenschaften der Uni Zürich hat mich an eine Tagung als Podiumsgast zum Thema Migration, Erinnern und «Vergessen-machen» eingeladen. Eine Brücke zwischen Wissenschaft und Medien schlugen die Historiker*innen Beni Schär und Vera Sperisen, die mich für das Radio RABE interviewten. Neben der Wissenschaft besteht nun auch ein weiterer Kontakt zu den Medien, nachdem der Beobachter, der die Geschichte der verbotenen Kinder auf dem Titelblatt seiner aktuellsten Ausgabe platziert hat, sich an der Weiterentwicklung meiner/unserer Forderungen sehr interessiert zeigte. Dann führte eine meiner ehemaligen ZHdK-Studentinnen über Skype, von San Francisco aus, ein Interview mit mir, das in einer Sondernummer des Online-Magazins zollfreilager.net für das Theaterspektakel veröffentlicht wurde, der Titel: There’s an elephant in the room. Sie stellte aus der Perspektive einer viel jüngeren Generation neue Fragen, und das wiederum generierte ungeahnte, neue Perspektiven für die Gegenwart aus meiner Geschichte. Mit David Garcia Nuñez von der Alternativen Liste Zürich tauschte ich mich über die alte Idee eines Migrationsmuseums der Stadt Zürich aus, in welchem diese Geschichte der Menschenrechtsverletzungen, wie er betont, einen Raum für sich bekommen sollte. Im Gespräch erörterten wir die frappierenden Gemeinsamkeiten zwischen seinem Engagement für die LGTBIQ-Community und meinem für die illegalisierten Familien, insbesondere was soziale Beschämung und Wut, was das Begehren nach Transformation, was Sprache und Schweigen betrifft. Der gegenseitig geäusserte Wunsch nach Solidarität hat mich so glücklich gemacht, wie ich es schon lange nicht mehr gewesen war. Die Psychologin Marina Frigerio, die mit Verbotene Kinder das vielleicht engagierteste Buch zum Thema publiziert hat, ist auf den Blog aufmerksam geworden und hat mich mit der Filmemacherin Miriam Pucitta vernetzt, die ebenfalls ein illegalisiertes Saisonnierkind war und einen Kinofilm mit dokumentarischen Elementen zum Thema dreht. Beim Treffen mit ihr stockte mir manchmal fast der Atem, weil scheinbar individuelle Familientragödien plötzlich als etwas ganz und gar Gesellschaftliches erkennbar wurden, als existentieller Abdruck, den die strukturelle Gewalt im Innersten unserer Familien hinterlassen hatte. Was hat diese Gewalt sonst noch mit uns angestellt, fragten wir uns, warum wurden wir beide so früh so stark und andere nicht, sind wir es freiwillig geworden? Miriam und ich planen den Aufbau einer Aktionsgruppe von ehemaligen verbotenen Kindern, welche die Forderungen im Blog mit Nachdruck auf die politische Agenda setzen will. Unser erstes Treffen findet schon bald, im November dieses Jahres statt. Das sind die bisherigen Verknüpfungen von losen Fäden, den privaten und den politischen, den emotionalen, intellektuellen und künstlerischen. Und jede Woche kommen neue hinzu.

Nach jahrzehntelanger Stagnation in der brennenden Unschärfe, geht mir jetzt manchmal alles gleichzeitig viel zu schnell und viel zu langsam vorwärts, der Blick ist zu nah und dann wieder zu weit weg von der eigentlichen Sache. Es geht um sehr Konkretes, aber eben auch um sehr Grundsätzliches. Das alles miteinander im Blick zu behalten ist eine Herausforderung. Aber ob mit oder ohne mein Zutun, ob mit oder ohne Rücksicht auf meinen eigenen Sinn für das richtige Mass: die Suche nach Klärung von verdrängten Tatsachen und die Justierung von verschobenen Verantwortlichkeiten hat an Fahrt gewonnen, und das offensichtlich nicht nur bei mir. Die produktive, heilsame Dynamik, die ich mit dem Blog auszulösen hoffte, ist nun am Werk. Was mit brennender Unschärfe begonnen hatte, und sich als „Ich“ im INES-Blog gezeigt hatte, ist zu einem „Wir“ geworden.

«Wir» also, wir werden hartnäckig darauf pochen, bis die traumatische Geschichte der illegalisierten Saisonnierfamilien gebührend anerkannt und wiedergutgemacht wird und schliesslich zum kollektiven Gedächtnis der Schweiz gehört. Die Ressourcen, die es für diese Umwandlung braucht, sind enorm, ich weiss das aus eigener Erfahrung. Ein riesiger Kraftakt ist er zunächst einmal für die Betroffenen, dessen politischer Effekt jedoch ohne die Solidarität aus dem engen und weiteren Umfeld schnell verpufft. Und deshalb gehören zu unseren Weggefährten auch unsere Familienmitglieder, unsere Community, unsere Freunde und Freundinnen. Die Netzwerke, die uns tragen. Und die Wissenschaft, die Politik, die Künste, die Medien, die Justiz, die Zivilgesellschaft – und natürlich INES, die diese Zeilen veröffentlicht. Per arrivare, bisogna partire - Um anzukommen, muss man losfahren. Das sagte mein Vater oft beim Abschied zu mir, wenn ich ihn in Italien besuchte, wo er seit der Pensionierung lebte, und wenn der Zeitpunkt meiner Rückreise nach Zürich, wo ich lebe, wieder einmal gekommen war. Er wollte mir damit Mut zum Aufbruch machen – und das schaffte er auch. Das ganze Ausmass der verborgenen Tragik auszuleuchten, die sich durch die Geschichte der Illegalisierung der Saisonnierfamilien tief in das latente Selbstverständnis der Schweiz eingeschrieben hat, ist eine kollektive Reise, die wir nur gemeinsam mutig antreten können, um auch gemeinsam ans Ziel zu kommen.

 

Simonetta Sommarugas Antwort auf Paola De Martins Brief vom Herbst 2018

 

 

Demokratie und Vielfalt in der Kultur – eine kulturpolitische Debatte

Freitag, 10. September 2021

Von Anisha Imhasly

 

Gruppenbild im Anschluss an die kulturpolitische Debatte, Gessnerallee Zürich, Juni 2021

An einem Samstagnachmittag anfangs Juni fanden sich rund fünfzig Menschen in der Gessnerallee Zürich ein, um auf Einladung von INES unter dem Titel „Demokratie und Vielfalt in der Kultur – eine kulturpolitische Debatte“ zu erfahren, wie es um diese Vielfalt in der Kultur bestellt ist. Dies vor dem Hintergrund eines zentralen Anliegens seitens INES: Nämlich, dass sich die demografische Realität der Schweiz in seinen Institutionen – etwa in Politik und Verwaltung, Recht, Medien, Bildung und Kultur – viel stärker abbilden muss. Was hier folgt, ist eine subjektive Einordnung der Diskussionen bzw. einige weiterführende Gedanken zum Thema.

#DeepDiversity

Glossar
Glossar #NeueSchweiz

 

An dieser Stelle wird das Glossar #NeueSchweiz zukünftig die relevanten Begriffe vorstellen, um Migration, Vielfalt und Rassismus in der Schweiz zu verstehen – fundiert und kritisch. Ausgangslage bilden die beiden Begriffe #NeueSchweiz und #DeepDiversity.

Elio Lanari 17. April 1960 – 17. Juni 2021

Samstag, 3. Juli 2021

Von Institut Neue Schweiz

 

Elio Lanari

Elio, caro, viel zu kurze Zeit nur hast Du unseren Vorstand mit Deiner Arbeit beehrt. Dein Engagement aber war schon viel älter. In den 60ern als Kind von italienischen Einwanderern in der Schweiz aufgewachsen, wusstest Du, was es hiess, sich gegen alle Hindernisse einen Platz in dieser Gesellschaft zu erkämpfen.

Aktion Vierviertel – Wer hier lebt, soll ein Recht auf Einbürgerung haben!

Sonntag, 20. Juni 2021

Von Institut Neue Schweiz

 

Bündnis für einen mutigen Gesellschaftsentwurf

Ein Viertel der Schweizer Bevölkerung hat keine Schweizer Staatsangehörigkeit, obwohl sie in der Schweiz zum gemeinschaftlichen Leben beitragen. Dies möchte der Verein Aktion Vierviertel ändern. Die Aktion Vierviertel wurde von einem zivilgesellschaftlichen Bündnis, das von INES unterstützt wird, angestossen und aufgebaut. Sie fordert das automatische Bürgerrecht für alle, die hier geboren sind, und ein Grundrecht auf Einbürgerung für die, die seit vier Jahren hier leben.

«We Talk. Schweiz ungefiltert» - die Talkshow mit Migrationsgeschichte am Frauen*streik

Dienstag, 15. Juni 2021

Von Stimmen der Neuen Schweiz

 

Feministische Aktionstage 2021, Fotos: raumsinn | dani fels

«We Talk. Schweiz ungefiltert» wurde im Frühling 2021 vom Förderverein des Institut Neue Schweiz, dem Berner Rassismus Stammtisch und dem Kollektiv Ostwind - Ostschweiz mit Migrationsvorsprung ins Leben gerufen. Bei We Talk sprechen Menschen mit Migrationsgeschichte und Rassismuserfahrung miteinander: «Ungefiltert, reflektiert und kritisch.» Gestern wurde im Rahmen des Frauen*streiks die zweite Folge lanciert.

Institutionelle Öffnung der Kulturhäuser - Erfahrungen und Empfehlungen

Donnerstag, 3. Juni 2021

Von Inés Mateos

 

Im 2019 starteten das Literaturhaus und die Kaserne Basel mit dem Institut Neue Schweiz INES das Projekt Atelier Neue Schweiz Basel, bei dem die Öffnung hin zur postmigrantischen Schweiz der beiden Kulturhäuser im Zentrum stand. Über den angestossenen Transformationsprozess spricht Inés Mateos von INES mit Sandro Lunin, dem Leiter Kaserne Basel, und mit Katrin Eckert, der Leiterin des Literaturhaus Basel. Hier kann das Gespräch angesehen werden. Auf der Grundlage der Erfahrungen des Projekts sind zehn Empfehlungen erarbeitet worden.

Neue Initiativen zu Repräsentation in den Medien

Dienstag, 1. Juni 2021

Von Institut Neue Schweiz

 

raumsinn / dani fels

Obwohl die Schweiz vielfältig ist, sind Menschen mit Migrationsgeschichte und Rassismuserfahrung, People of Color, Stimmen mit Akzenten und «ausländisch» klingenden Namen in den Medien stark unterrepräsentiert. Zunehmend mehr Initiativen nehmen diese Missstände als Anlass, eigene Projekt aufzubauen. In einem Webinar, das von den Neuen Schweizer Medienmacher*innen und Lucify.ch in Zusammenarbeit mit dem Institut Neue Schweiz INES organisiert wurde, kamen sie miteinander ins Gespräch. Hier kann das Video angesehen werden.

In der Schweiz Zuhause – ausgeschafft in ein fremdes Land

Sonntag, 30. Mai 2021

Von Institut Neue Schweiz und Demokratische Juristinnen und Juristen Zürich

 

Babak Fargahi, Rechtsanwalt

In der Schweiz können seit je her Menschen, die hier geboren und aufgewachsen sind, ausgeschafft werden. Nur weil sie den Schweizer Pass nicht besitzen. Mit Annahme der Ausschaffungsinitiative und Verschärfungen im Bürgerrecht hat sich die Situation noch mehr verschlechtert. Rechtsanwalt Babak Fargahi, Filmhistorikerin Marcy Goldberg, Buket Bicer-Zimmermann, Schwester eines in die Türkei ausgeschafften Secondo, und Ständerat Paul Rechsteiner haben am 24. Mai 2021 im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kosmopolitics über diese Missstände gesprochen. Hier kann das Video angesehen werden.

«Was hat dein Name für eine Sprache?»

Donnerstag, 20. Mai 2021

Von Cathrine Lutz, Co-Leiterin Projekt «Schul-Geschichte der Neuen Schweiz»

 

Postmigrantische Schulgeschichten der Neuen Schweiz - Mitwirkende an der Geschichtensammlung erzählen von ihren Erlebnissen in der Schule.

Junge Muslim*innen zwischen Teilhabe und Rechtfertigungsdruck

Donnerstag, 15. April 2021

Von Asmaa Dehbi

 

Am 7. März 2021 hat die Schweizer Stimmbevölkerung über die Volksinitiative «Ja zum Verhüllungsverbot» abgestimmt. An einem Freitagabend kurz vor der Abstimmung sprechen junge Muslim*innen auf der Zürcher Jugendplattform «Project Träff» darüber, wie sie die Diskussionen rund um das Thema Verhüllung wahrnehmen.

#NeueSchweiz

ÖFFENTLICHER APPELL: WIRTSCHAFTLICHE NOT IN ZEITEN DER CORONA-KRISE DARF AUFENTHALTSSTATUS UND EINBÜRGERUNGEN NICHT GEFÄHRDEN – SEIEN WIR AUCH HIER SOLIDARISCH!

Freitag, 1. Mai 2020

Von INES Institut Neue Schweiz

 

Die Corona-Pandemie ist nicht nur eine gesundheitliche, sondern auch eine soziale und wirtschaftliche Krise. Viele Menschen sind von Arbeitslosigkeit bedroht, werden auf Sozialhilfe angewiesen sein und müssen Schulden aufnehmen, auch in der Schweiz. Das hat massive finanzielle und soziale Auswirkungen, aber auch – was viele nicht wissen – rechtliche Folgen. Bei Entscheiden zum Aufenthaltsstatus und zur Einbürgerung spielt das Kriterium ›wirtschaftliche Integration‹ eine massgebliche Rolle. Die Corona-Pandemie ist auch deswegen für viele eine existenzielle Bedrohung. Dies betrifft potenziell ein Viertel der Wohnbevölkerung, die kein Schweizer Bürgerrecht haben, aber das Land tagtäglich mittragen und mitgestalten.

Tradition und Identität im Kontext postkolonialer Verstrickungen

Freitag, 6. März 2020

Von Halua Pinto de Magalhães

 

"Protestdemo" von FasnächtlerInnen - August 2018 (Quelle: Tageswoche, Hans-Jörg Walter)

Aufgrund des Corona-Virus wurde dieses Jahr unter anderem die Basler Fasnacht abgesagt. Die Kritik der antirassistischen Bewegung an der Fasnacht bleibt. Es stellt sich insbesondere immer noch die Frage, weshalb diese sogenannten Traditionen sowohl bei ihren Kritikern, als auch bei eingeschworenen FasnächtlerInnen so viele Emotionen auslösen. Halua Pinto de Magalhães sucht auf dem INES Blog „Stimmen der Neuen Schweiz“ nach antworten.

"Ich bin Secondo, also bin ich."

Dienstag, 21. Januar 2020

Von Uğur Gültekin

 

Samir und Ugur Gültekin.

Der Filmemacher Samir und Uğur Gültekin (INES-Institutsleitung und Journalist) tauschen sich in diesem postmigrantischen Generationengespräch über das Erwachsenwerden in unterschiedlichen Jahrzehnten aus. Dabei entdecken sie Gemeinsamkeiten, blicken auf hoffnungsspendende Momente zurück und werden über den Fakt überrascht, dass sie ohne sich zu kennen, durch die Arbeit des anderen empowert wurden.

«Für Hunde und Italiener verboten» - Ein Gespräch mit Angelo Maiolino

Montag, 15. Juli 2019

Von Tarek Naguib

 

Angelo Maiolino war Dozent und wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für politische Philosophie der Universität Zürich. Gegenwärtig arbeitet der Familienvater als Gymnasiallehrer an einer Zürcher Kantonsschule. Im Jahr 2011 hat er das Buch „Als die Italiener noch Tschinggen waren“ im Rotpunktverlag publiziert. Drei Jahre später erschien seine Doktorarbeit mit dem Titel „Politische Kultur in Zeiten des Neoliberalismus“ im Transcript Verlag. Tarek Naguib hat Angelo Maiolino getroffen und mit ihm zurückgeschaut auf die Schwarzenbach-Initiative und die Lebensrealitäten von italienischen Gastarbeitern in der Schweiz und gefragt was diese Erfahrungen für die Gegenwart und die Zukunft der Migrationsgesellschaft Schweiz bedeuten.

Hautverdächtig – Rassistische Polizeikontrollen auf der Anklagebank

Donnerstag, 16. Mai 2019

Von Mohamed Wa Baile und Ellen Höhne

 

»Hautverdächtig« ist die theatralische Dokumentation und Reinszenierung eines Schweizer Gerichtsfalls zu Racial Profiling, der im Jahr 2015 begann und mittlerweile vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anhängig ist. Dieser experimentelle Text bringt die institutionalisierte Diskriminierungspraxis der Polizei ans Licht, in der täglich Menschen verdächtigt, willkürlich aufgehalten und als Rassisierte ausgeschlossen werden.

Vorschau: Eine Neue Schweiz!

Dienstag, 2. März 2021

Von Institut Neue Schweiz

 

Die Neue Schweiz ist längst da – voller Migration, Vielfalt und Mehrfachzugehörigkeit! Sie muss nur sichtbar und erfahrbar gemacht werden. Das HANDBUCH NEUE SCHWEIZ, das voraussichtlich im Herbst 2021 erscheint, bietet eine Standortbestimmung zu laufenden postmigrantischen, rassismuskritischen und intersektionalen Debatten und Visionen und vereint visionäre Essays, biografische Stories und literarische Texte mit einer Vielfalt von künstlerischen Bildbeiträgen. Ein Glossar und Random Facts versammeln praktische Werkzeuge für alltägliche und fachliche Gespräche und Debatten.

Für alle Menschen, die hier leben und die noch kommen werden

Montag, 15. Juni 2020

Von INES Institut Neue Schweiz

 

Seit George Floyd durch rassistische Polizeigewalt in den USA ums Leben gebracht wurde, ist die Solidarität mit der Black Lives Matter-Bewegung auch in der Schweiz deutlich spürbar, in öffentlichen Debatten, auf der Strasse und persönlichen Gesprächen. Das Institut Neue Schweiz (INES) solidarisiert sich mit diesen Protesten und dem Kampf gegen einen spezifischen anti-Schwarzen Rassismus.

Do the Right Thing! #NeueSchweiz im Kino im Kocher

Mittwoch, 9. September 2020

Von Friends of INES aka FRINES, Mardoché Kabengele

 

*Am 22. August zeigte das gratis Openairkino „Kino im Kocher“ den Film „Do the Right Thing vom Schwarzen Regisseur, Produzenten und Schauspieler Spike Lee. Sie wollten für das diesjährige Event eine klare Position gegen Polizeigewalt und strukturellen Rassismus beziehen. Das Institut Neue Schweiz (INES) und sein Förderverein Friends of INES (FrINES) waren mit einer Eröffnungsrede von Mardoché Kabengele und Lucia Aguilar und einem Stand vor Ort. **

memleket Folge 10: Von wegen Chancengleichheit! Ein Gespräch mit Aygül Pala

Donnerstag, 8. April 2021

Von Stimmen der Neuen Schweiz

 

memleket Folge 10: Von wegen Chancengleichheit! Ein Gespräch mit Aygül Pala

memleket Folge 11: Wir sind die Mehrheit - mit Albina Muhtari

Freitag, 9. April 2021

Von Stimmen der Neuen Schweiz

 

memleket Folge 11: Wir sind die Mehrheit - mit Albina Muhtari

Demokratie und Vielfalt in der Kultur – eine kulturpolitische Debatte

Freitag, 10. September 2021

Von Anisha Imhasly

 

Gruppenbild im Anschluss an die kulturpolitische Debatte, Gessnerallee Zürich, Juni 2021

An einem Samstagnachmittag anfangs Juni fanden sich rund fünfzig Menschen in der Gessnerallee Zürich ein, um auf Einladung von INES unter dem Titel „Demokratie und Vielfalt in der Kultur – eine kulturpolitische Debatte“ zu erfahren, wie es um diese Vielfalt in der Kultur bestellt ist. Dies vor dem Hintergrund eines zentralen Anliegens seitens INES: Nämlich, dass sich die demografische Realität der Schweiz in seinen Institutionen – etwa in Politik und Verwaltung, Recht, Medien, Bildung und Kultur – viel stärker abbilden muss. Was hier folgt, ist eine subjektive Einordnung der Diskussionen bzw. einige weiterführende Gedanken zum Thema.

#DeepDiversity

Elio Lanari 17. April 1960 – 17. Juni 2021

Samstag, 3. Juli 2021

Von Institut Neue Schweiz

 

Elio Lanari

Elio, caro, viel zu kurze Zeit nur hast Du unseren Vorstand mit Deiner Arbeit beehrt. Dein Engagement aber war schon viel älter. In den 60ern als Kind von italienischen Einwanderern in der Schweiz aufgewachsen, wusstest Du, was es hiess, sich gegen alle Hindernisse einen Platz in dieser Gesellschaft zu erkämpfen.

«We Talk. Schweiz ungefiltert» - die Talkshow mit Migrationsgeschichte am Frauen*streik

Dienstag, 15. Juni 2021

Von Stimmen der Neuen Schweiz

 

Feministische Aktionstage 2021, Fotos: raumsinn | dani fels

«We Talk. Schweiz ungefiltert» wurde im Frühling 2021 vom Förderverein des Institut Neue Schweiz, dem Berner Rassismus Stammtisch und dem Kollektiv Ostwind - Ostschweiz mit Migrationsvorsprung ins Leben gerufen. Bei We Talk sprechen Menschen mit Migrationsgeschichte und Rassismuserfahrung miteinander: «Ungefiltert, reflektiert und kritisch.» Gestern wurde im Rahmen des Frauen*streiks die zweite Folge lanciert.

Neue Initiativen zu Repräsentation in den Medien

Dienstag, 1. Juni 2021

Von Institut Neue Schweiz

 

raumsinn / dani fels

Obwohl die Schweiz vielfältig ist, sind Menschen mit Migrationsgeschichte und Rassismuserfahrung, People of Color, Stimmen mit Akzenten und «ausländisch» klingenden Namen in den Medien stark unterrepräsentiert. Zunehmend mehr Initiativen nehmen diese Missstände als Anlass, eigene Projekt aufzubauen. In einem Webinar, das von den Neuen Schweizer Medienmacher*innen und Lucify.ch in Zusammenarbeit mit dem Institut Neue Schweiz INES organisiert wurde, kamen sie miteinander ins Gespräch. Hier kann das Video angesehen werden.

«Was hat dein Name für eine Sprache?»

Donnerstag, 20. Mai 2021

Von Cathrine Lutz, Co-Leiterin Projekt «Schul-Geschichte der Neuen Schweiz»

 

Postmigrantische Schulgeschichten der Neuen Schweiz - Mitwirkende an der Geschichtensammlung erzählen von ihren Erlebnissen in der Schule.

ÖFFENTLICHER APPELL: WIRTSCHAFTLICHE NOT IN ZEITEN DER CORONA-KRISE DARF AUFENTHALTSSTATUS UND EINBÜRGERUNGEN NICHT GEFÄHRDEN – SEIEN WIR AUCH HIER SOLIDARISCH!

Freitag, 1. Mai 2020

Von INES Institut Neue Schweiz

 

Die Corona-Pandemie ist nicht nur eine gesundheitliche, sondern auch eine soziale und wirtschaftliche Krise. Viele Menschen sind von Arbeitslosigkeit bedroht, werden auf Sozialhilfe angewiesen sein und müssen Schulden aufnehmen, auch in der Schweiz. Das hat massive finanzielle und soziale Auswirkungen, aber auch – was viele nicht wissen – rechtliche Folgen. Bei Entscheiden zum Aufenthaltsstatus und zur Einbürgerung spielt das Kriterium ›wirtschaftliche Integration‹ eine massgebliche Rolle. Die Corona-Pandemie ist auch deswegen für viele eine existenzielle Bedrohung. Dies betrifft potenziell ein Viertel der Wohnbevölkerung, die kein Schweizer Bürgerrecht haben, aber das Land tagtäglich mittragen und mitgestalten.

"Ich bin Secondo, also bin ich."

Dienstag, 21. Januar 2020

Von Uğur Gültekin

 

Samir und Ugur Gültekin.

Der Filmemacher Samir und Uğur Gültekin (INES-Institutsleitung und Journalist) tauschen sich in diesem postmigrantischen Generationengespräch über das Erwachsenwerden in unterschiedlichen Jahrzehnten aus. Dabei entdecken sie Gemeinsamkeiten, blicken auf hoffnungsspendende Momente zurück und werden über den Fakt überrascht, dass sie ohne sich zu kennen, durch die Arbeit des anderen empowert wurden.

Hautverdächtig – Rassistische Polizeikontrollen auf der Anklagebank

Donnerstag, 16. Mai 2019

Von Mohamed Wa Baile und Ellen Höhne

 

»Hautverdächtig« ist die theatralische Dokumentation und Reinszenierung eines Schweizer Gerichtsfalls zu Racial Profiling, der im Jahr 2015 begann und mittlerweile vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anhängig ist. Dieser experimentelle Text bringt die institutionalisierte Diskriminierungspraxis der Polizei ans Licht, in der täglich Menschen verdächtigt, willkürlich aufgehalten und als Rassisierte ausgeschlossen werden.

Für alle Menschen, die hier leben und die noch kommen werden

Montag, 15. Juni 2020

Von INES Institut Neue Schweiz

 

Seit George Floyd durch rassistische Polizeigewalt in den USA ums Leben gebracht wurde, ist die Solidarität mit der Black Lives Matter-Bewegung auch in der Schweiz deutlich spürbar, in öffentlichen Debatten, auf der Strasse und persönlichen Gesprächen. Das Institut Neue Schweiz (INES) solidarisiert sich mit diesen Protesten und dem Kampf gegen einen spezifischen anti-Schwarzen Rassismus.

memleket Folge 10: Von wegen Chancengleichheit! Ein Gespräch mit Aygül Pala

Donnerstag, 8. April 2021

Von Stimmen der Neuen Schweiz

 

memleket Folge 10: Von wegen Chancengleichheit! Ein Gespräch mit Aygül Pala

Glossar
Glossar #NeueSchweiz

 

An dieser Stelle wird das Glossar #NeueSchweiz zukünftig die relevanten Begriffe vorstellen, um Migration, Vielfalt und Rassismus in der Schweiz zu verstehen – fundiert und kritisch. Ausgangslage bilden die beiden Begriffe #NeueSchweiz und #DeepDiversity.

Aktion Vierviertel – Wer hier lebt, soll ein Recht auf Einbürgerung haben!

Sonntag, 20. Juni 2021

Von Institut Neue Schweiz

 

Bündnis für einen mutigen Gesellschaftsentwurf

Ein Viertel der Schweizer Bevölkerung hat keine Schweizer Staatsangehörigkeit, obwohl sie in der Schweiz zum gemeinschaftlichen Leben beitragen. Dies möchte der Verein Aktion Vierviertel ändern. Die Aktion Vierviertel wurde von einem zivilgesellschaftlichen Bündnis, das von INES unterstützt wird, angestossen und aufgebaut. Sie fordert das automatische Bürgerrecht für alle, die hier geboren sind, und ein Grundrecht auf Einbürgerung für die, die seit vier Jahren hier leben.

Institutionelle Öffnung der Kulturhäuser - Erfahrungen und Empfehlungen

Donnerstag, 3. Juni 2021

Von Inés Mateos

 

Im 2019 starteten das Literaturhaus und die Kaserne Basel mit dem Institut Neue Schweiz INES das Projekt Atelier Neue Schweiz Basel, bei dem die Öffnung hin zur postmigrantischen Schweiz der beiden Kulturhäuser im Zentrum stand. Über den angestossenen Transformationsprozess spricht Inés Mateos von INES mit Sandro Lunin, dem Leiter Kaserne Basel, und mit Katrin Eckert, der Leiterin des Literaturhaus Basel. Hier kann das Gespräch angesehen werden. Auf der Grundlage der Erfahrungen des Projekts sind zehn Empfehlungen erarbeitet worden.

In der Schweiz Zuhause – ausgeschafft in ein fremdes Land

Sonntag, 30. Mai 2021

Von Institut Neue Schweiz und Demokratische Juristinnen und Juristen Zürich

 

Babak Fargahi, Rechtsanwalt

In der Schweiz können seit je her Menschen, die hier geboren und aufgewachsen sind, ausgeschafft werden. Nur weil sie den Schweizer Pass nicht besitzen. Mit Annahme der Ausschaffungsinitiative und Verschärfungen im Bürgerrecht hat sich die Situation noch mehr verschlechtert. Rechtsanwalt Babak Fargahi, Filmhistorikerin Marcy Goldberg, Buket Bicer-Zimmermann, Schwester eines in die Türkei ausgeschafften Secondo, und Ständerat Paul Rechsteiner haben am 24. Mai 2021 im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kosmopolitics über diese Missstände gesprochen. Hier kann das Video angesehen werden.

Junge Muslim*innen zwischen Teilhabe und Rechtfertigungsdruck

Donnerstag, 15. April 2021

Von Asmaa Dehbi

 

Am 7. März 2021 hat die Schweizer Stimmbevölkerung über die Volksinitiative «Ja zum Verhüllungsverbot» abgestimmt. An einem Freitagabend kurz vor der Abstimmung sprechen junge Muslim*innen auf der Zürcher Jugendplattform «Project Träff» darüber, wie sie die Diskussionen rund um das Thema Verhüllung wahrnehmen.

#NeueSchweiz

Tradition und Identität im Kontext postkolonialer Verstrickungen

Freitag, 6. März 2020

Von Halua Pinto de Magalhães

 

"Protestdemo" von FasnächtlerInnen - August 2018 (Quelle: Tageswoche, Hans-Jörg Walter)

Aufgrund des Corona-Virus wurde dieses Jahr unter anderem die Basler Fasnacht abgesagt. Die Kritik der antirassistischen Bewegung an der Fasnacht bleibt. Es stellt sich insbesondere immer noch die Frage, weshalb diese sogenannten Traditionen sowohl bei ihren Kritikern, als auch bei eingeschworenen FasnächtlerInnen so viele Emotionen auslösen. Halua Pinto de Magalhães sucht auf dem INES Blog „Stimmen der Neuen Schweiz“ nach antworten.

«Für Hunde und Italiener verboten» - Ein Gespräch mit Angelo Maiolino

Montag, 15. Juli 2019

Von Tarek Naguib

 

Angelo Maiolino war Dozent und wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für politische Philosophie der Universität Zürich. Gegenwärtig arbeitet der Familienvater als Gymnasiallehrer an einer Zürcher Kantonsschule. Im Jahr 2011 hat er das Buch „Als die Italiener noch Tschinggen waren“ im Rotpunktverlag publiziert. Drei Jahre später erschien seine Doktorarbeit mit dem Titel „Politische Kultur in Zeiten des Neoliberalismus“ im Transcript Verlag. Tarek Naguib hat Angelo Maiolino getroffen und mit ihm zurückgeschaut auf die Schwarzenbach-Initiative und die Lebensrealitäten von italienischen Gastarbeitern in der Schweiz und gefragt was diese Erfahrungen für die Gegenwart und die Zukunft der Migrationsgesellschaft Schweiz bedeuten.

Vorschau: Eine Neue Schweiz!

Dienstag, 2. März 2021

Von Institut Neue Schweiz

 

Die Neue Schweiz ist längst da – voller Migration, Vielfalt und Mehrfachzugehörigkeit! Sie muss nur sichtbar und erfahrbar gemacht werden. Das HANDBUCH NEUE SCHWEIZ, das voraussichtlich im Herbst 2021 erscheint, bietet eine Standortbestimmung zu laufenden postmigrantischen, rassismuskritischen und intersektionalen Debatten und Visionen und vereint visionäre Essays, biografische Stories und literarische Texte mit einer Vielfalt von künstlerischen Bildbeiträgen. Ein Glossar und Random Facts versammeln praktische Werkzeuge für alltägliche und fachliche Gespräche und Debatten.

Do the Right Thing! #NeueSchweiz im Kino im Kocher

Mittwoch, 9. September 2020

Von Friends of INES aka FRINES, Mardoché Kabengele

 

*Am 22. August zeigte das gratis Openairkino „Kino im Kocher“ den Film „Do the Right Thing vom Schwarzen Regisseur, Produzenten und Schauspieler Spike Lee. Sie wollten für das diesjährige Event eine klare Position gegen Polizeigewalt und strukturellen Rassismus beziehen. Das Institut Neue Schweiz (INES) und sein Förderverein Friends of INES (FrINES) waren mit einer Eröffnungsrede von Mardoché Kabengele und Lucia Aguilar und einem Stand vor Ort. **

memleket Folge 11: Wir sind die Mehrheit - mit Albina Muhtari

Freitag, 9. April 2021

Von Stimmen der Neuen Schweiz

 

memleket Folge 11: Wir sind die Mehrheit - mit Albina Muhtari

INES