Bildarchiv #NeueSchweiz

 

Gelebte Vielfalt passiert vor unseren Augen. Wir müssen lernen sie zu sehen. Das Bildarchiv #NeueSchweiz macht einen ersten Schritt.

 

Um den Mangel an Imaginationen und Überfluss an Stereotypen zu überwinden, sammeln Künstler*innen, Forscher*innen und weitere Akteure laufend Bildmaterial aus unterschiedlichsten Quellen und bearbeiten es in Form von Kompositionen und Assemblagen. Mit Hilfe eines Zufallsgenerators entstehen auf der Frontseite aus einem Set von ausgewählten Bildern Assemblagen der #NeuenSchweiz. In der Zusammenstellung und Überlagerung von unterschiedlichem Bildmaterial deutet sich die Vielschichtigkeit gelebter Vielfalt und von Rassismus an.

Das Bildarchiv ist Teil des Projekts #DeepDiversity, in dem INES der gelebten Vielfalt in der Einwanderungsgesellschaft Schweiz nachspürt. Expert*innen aus den Bereichen Kultur, Wissen und Medien entwickeln in einem partizipativen Prozess ein Glossar, ein Bildarchiv sowie die Storytelling-Plattform "Stimmen aus der Neuen Schweiz".

 

Eduard Winiger

*1947, Dokumentarfilmer

Unsere Eltern haben den C Ausweis, 1982 / 1

Unsere Eltern haben den C Ausweis, 1982 / 2

Unsere Eltern haben den C Ausweis, 1982 / 3

Unsere Eltern haben den C Ausweis, 1982 / 4

Unsere Eltern haben den C Ausweis, 1982 / 5

 

Flurina Rothenberger

*1977, Fotografin

www.flurinarothenberger.ch

I love to dress like I am coming from somewhere and I have a place to go

 

Georg Gatsas

*1978, Fotograf

www.georggatsas.com

Portraitserie

 

Goran Galić

*1977, Künstler und Fotograf

Spreitenbach (Drohnenbilder)

Spreitenbach

 

Guadalupe Ruiz

*1978, Künstlerin und Fotografin

lupita.ch

Äpfel und Birnen

Flora

Cocodrilo

Family Portraits

Nada Es Eterno

 

Hammer

*1981, Sereina Rothenberger, Grafikerin
*1981, David Schatz, Grafiker

www.hammer.to

Wax

 

INES / Family

Bilder aus dem INES Familienarchiv

 

Markus Nebel

*1970, Informatiker

Postkarten

 

Noha Mokhtar

*1987, Künstlerin und Anthropologin

www.nohamokhtar.ch

Interiors

 

Pascal Claude

*1970, Autor

knappdaneben.net

Fussballer

 

Sozialarchiv

Das Schweizerische Sozialarchiv ist eine Sammlung von historischen und aktuellen Dokumenten zu gesellschaftlichen Fragen.

www.sozialarchiv.ch

Schweizerisches Sozialarchiv / 1

Schweizerisches Sozialarchiv / 2

Schweizerisches Sozialarchiv / 3

Schweizerisches Sozialarchiv / 4

 

Urs Hofer

*1976, Programmierer und Künstler

www.urshofer.ch

Cars

 

Vanja Jelić & Rasmus Schønning

*1988, Grafikerin
*1989, Grafiker

Aufkleber

Ein Civil Rights Movement in der Schweiz? Das vergessene Erbe der Mitenand-Bewegung (1974–1990)

Samstag, 13. Oktober 2018

Von Kijan Espahangizi

 

«Die hier versammelten Frauen und Männer, Ausländer und Schweiz, alles Bewohner dieses Landes, fordern das Schweizervolk und die Regierungen, Parlamente und Verwaltungen in Bund, Kantonen und Gemeinden auf, die Maximen der Humanität und Solidarität endlich auch in der Ausländerpolitik unseres Landes zu verwirklichen. [...] Wir fordern eine Politik, die davon ausgeht, dass der Ausländer ein Mensch gleichen Rechts und gleicher sozialer Ansprüche wie der Schweizer ist.»

#DeepDiversity

Schweizer*in sein – was heisst das?
16.November 2018 20:00 – 21:45

 

Eine öffentliche Veranstaltung der Reihe «Die Fraktion lädt ein»

Glossar
Glossar #NeueSchweiz

 

An dieser Stelle wird das Glossar #NeueSchweiz zukünftig die relevanten Begriffe vorstellen, um Migration, Vielfalt und Rassismus in der Schweiz zu verstehen – fundiert und kritisch. Ausgangslage bilden die beiden Begriffe #NeueSchweiz und #DeepDiversity.

Ultimative Story aus dem Krieg

Dienstag, 6. November 2018

Von Milenko Lazić

 

Vorwort

Gewisse Leute, die ich mit der Zeit kennenlernte, fragten immer, und wie war's, im Krieg zu leben? Was ist das für ein Gefühl, aus einer Kriegsregion zu flüchten? Bitte, erzähl uns ein wenig! Und ich sage dann immer, ja nicht viel besser, als dann anschliessend in der Nähe vom Needlepark zu wohnen. Die ersten Leichen habe ich auf den Strassen von Zürich gesehen. Ja, ja, wir alle kennen den Platzspitz. Wie war's in Bosnien im Krieg? Erzähl's uns! Und ich sage dann, ja, gewisse Leute, die gerade von der Front kamen, meinten an der Front sei es immer wieder ruhiger und angenehmer als zu Hause, trotz der konstanten Gefahr auf der Stelle zu sterben. An der Front stirbt man, oder nicht. Ausserhalb der Front ist alles ungewiss. Alle sind wahnsinnig, malen sich Zeugs aus, erwarten immer das Schlimmste, fallen wegen jeder Geschichte in Ohnmacht. Wenigstens läuft man an der Front nicht die Gefahr von einem Zehnjährigen erschossen oder überfahren zu werden. Gewissen Leuten gefiel es besser an der Front.

#NeueSchweiz

Les enjeux de la citoyenneté dans un contexte migratoire
5.Dezember 2018 17:30

 

Le Campus pour la Démocratie met en réseau à Neuchâtel

Comment favoriser la participation citoyenne des personnes d’origine migratoire? Comment faire en sorte que les intérêts de cette population soient davantage représentés dans les décisions politiques? Quels sont les outils et les méthodes appropriées pour renforcer l’inclusion des personnes sans passeport suisse dans la vie publique ? Quels sont les obstacles pour consolider les pratiques démocratiques en Suisse?

Brennende Unschärfe - offener Brief an Bundesrätin Simonetta Sommaruga

Freitag, 21. September 2018

Von Paola De Martin

 

Die Autorin, heute ETH-Doktorandin, im Alter von 11 Jahren mit ihrem Vater, Rodolfo De Martin, Bauarbeiter, an einer Festa degli emigranti in der Nähe von Zürich (1976). Fotographie: Privates Archiv der Autorin. Copyright Paola De Martin.

„Natürlich sollten wir zum Beispiel den ETH-Professoren aus dem Ausland das Recht geben, mit ihren Kindern in die Schweiz zu kommen, aber doch nicht den Arbeitern auf dem Bau und in der Landwirtschaft oder den Leuten im Gastgewerbe. Das ist doch nicht nötig, von denen gibt es ja genug.“

– Luzi Stamm, SVP-Vertreter, in einem Interview mit Radio SRF, nach der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative, 2014.

"Scheinbevölkerung "

Dienstag, 11. September 2018

Von Jurczok 1001 (Text & Performance)

 

Wer ist das Volk? Und wer nimmt sich das Recht, in seinem Namen zu sprechen? Warum lassen wir uns von rechtspopulistischer Rhetorik einlullen oder erstarren ohnmächtig davor? Der Spokenword-Künstler Jurczok 1001 liefert eine beissende und poetische Analyse – die unter die Haut geht.

Dawill: “Die Schweiz ist nüchtern betrachtet meine Heimat”

Montag, 3. September 2018

Von Uğur Gültekin

 

Fotografie: Jojo Schulmeister

Lange waren die Aushängeschilder der Schweizer Rap-Szene weiss, schweizerisch und mittelständisch. Spätestens seit dem Auftauchen der Berner Formation S.O.S. vor einigen Jahren hat sich das geändert. Die Crew um die beiden Rapper Dawill und Nativ verkörpert eine neue Schweizer Realität. Eine Realität in der Mehrfachzugehörigkeiten und transnationale Lebenswelten nichts Exotisches, sondern vor allem einfach eins sind: Normalität. Uğur Gültekin hat sich mit Dawill über den Begriff der Heimat, sein Umfeld in Bern, seine Beziehung zur DomRep und die Perspektiven auf eine #NeueSchweiz unterhalten.

Ein Civil Rights Movement in der Schweiz? Das vergessene Erbe der Mitenand-Bewegung (1974–1990)

Samstag, 13. Oktober 2018

Von Kijan Espahangizi

 

«Die hier versammelten Frauen und Männer, Ausländer und Schweiz, alles Bewohner dieses Landes, fordern das Schweizervolk und die Regierungen, Parlamente und Verwaltungen in Bund, Kantonen und Gemeinden auf, die Maximen der Humanität und Solidarität endlich auch in der Ausländerpolitik unseres Landes zu verwirklichen. [...] Wir fordern eine Politik, die davon ausgeht, dass der Ausländer ein Mensch gleichen Rechts und gleicher sozialer Ansprüche wie der Schweizer ist.»

#DeepDiversity

Glossar
Glossar #NeueSchweiz

 

An dieser Stelle wird das Glossar #NeueSchweiz zukünftig die relevanten Begriffe vorstellen, um Migration, Vielfalt und Rassismus in der Schweiz zu verstehen – fundiert und kritisch. Ausgangslage bilden die beiden Begriffe #NeueSchweiz und #DeepDiversity.

Les enjeux de la citoyenneté dans un contexte migratoire
5.Dezember 2018 17:30

 

Le Campus pour la Démocratie met en réseau à Neuchâtel

Comment favoriser la participation citoyenne des personnes d’origine migratoire? Comment faire en sorte que les intérêts de cette population soient davantage représentés dans les décisions politiques? Quels sont les outils et les méthodes appropriées pour renforcer l’inclusion des personnes sans passeport suisse dans la vie publique ? Quels sont les obstacles pour consolider les pratiques démocratiques en Suisse?

"Scheinbevölkerung "

Dienstag, 11. September 2018

Von Jurczok 1001 (Text & Performance)

 

Wer ist das Volk? Und wer nimmt sich das Recht, in seinem Namen zu sprechen? Warum lassen wir uns von rechtspopulistischer Rhetorik einlullen oder erstarren ohnmächtig davor? Der Spokenword-Künstler Jurczok 1001 liefert eine beissende und poetische Analyse – die unter die Haut geht.

Schweizer*in sein – was heisst das?
16.November 2018 20:00 – 21:45

 

Eine öffentliche Veranstaltung der Reihe «Die Fraktion lädt ein»

Ultimative Story aus dem Krieg

Dienstag, 6. November 2018

Von Milenko Lazić

 

Vorwort

Gewisse Leute, die ich mit der Zeit kennenlernte, fragten immer, und wie war's, im Krieg zu leben? Was ist das für ein Gefühl, aus einer Kriegsregion zu flüchten? Bitte, erzähl uns ein wenig! Und ich sage dann immer, ja nicht viel besser, als dann anschliessend in der Nähe vom Needlepark zu wohnen. Die ersten Leichen habe ich auf den Strassen von Zürich gesehen. Ja, ja, wir alle kennen den Platzspitz. Wie war's in Bosnien im Krieg? Erzähl's uns! Und ich sage dann, ja, gewisse Leute, die gerade von der Front kamen, meinten an der Front sei es immer wieder ruhiger und angenehmer als zu Hause, trotz der konstanten Gefahr auf der Stelle zu sterben. An der Front stirbt man, oder nicht. Ausserhalb der Front ist alles ungewiss. Alle sind wahnsinnig, malen sich Zeugs aus, erwarten immer das Schlimmste, fallen wegen jeder Geschichte in Ohnmacht. Wenigstens läuft man an der Front nicht die Gefahr von einem Zehnjährigen erschossen oder überfahren zu werden. Gewissen Leuten gefiel es besser an der Front.

#NeueSchweiz

Brennende Unschärfe - offener Brief an Bundesrätin Simonetta Sommaruga

Freitag, 21. September 2018

Von Paola De Martin

 

Die Autorin, heute ETH-Doktorandin, im Alter von 11 Jahren mit ihrem Vater, Rodolfo De Martin, Bauarbeiter, an einer Festa degli emigranti in der Nähe von Zürich (1976). Fotographie: Privates Archiv der Autorin. Copyright Paola De Martin.

„Natürlich sollten wir zum Beispiel den ETH-Professoren aus dem Ausland das Recht geben, mit ihren Kindern in die Schweiz zu kommen, aber doch nicht den Arbeitern auf dem Bau und in der Landwirtschaft oder den Leuten im Gastgewerbe. Das ist doch nicht nötig, von denen gibt es ja genug.“

– Luzi Stamm, SVP-Vertreter, in einem Interview mit Radio SRF, nach der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative, 2014.

Dawill: “Die Schweiz ist nüchtern betrachtet meine Heimat”

Montag, 3. September 2018

Von Uğur Gültekin

 

Fotografie: Jojo Schulmeister

Lange waren die Aushängeschilder der Schweizer Rap-Szene weiss, schweizerisch und mittelständisch. Spätestens seit dem Auftauchen der Berner Formation S.O.S. vor einigen Jahren hat sich das geändert. Die Crew um die beiden Rapper Dawill und Nativ verkörpert eine neue Schweizer Realität. Eine Realität in der Mehrfachzugehörigkeiten und transnationale Lebenswelten nichts Exotisches, sondern vor allem einfach eins sind: Normalität. Uğur Gültekin hat sich mit Dawill über den Begriff der Heimat, sein Umfeld in Bern, seine Beziehung zur DomRep und die Perspektiven auf eine #NeueSchweiz unterhalten.

INES